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24. April 2018

"Man merkt ihm an, wie er um jeden Ton ringt"

					
          

Diesen Sonntag versetzte Jan Petryka, unterstützt vom Amani Ensemble, und ein Gesangsquartett der Bruckneruni (Martha Matscheko, Julia Schnapper, Markus Stumpner und Klaus Wetzlinger) das Publikum in der Minoritenkirche durch das präsentierte Programm in Euphorie. Es wurden selten zu hörende Kantaten der Bachdynastie mit Werken des bedeuteten Vertreters der Familie auf höchsten künstlerischen Niveau dargeboten.

„Jan Petryka ist ein Sänger, der minutiös plant, jede Phrase penibel überlegt und dem Textgehalt folgend gestaltet. Da bleiben keine Fragen offen, ganz im Gegenteil, man merkt ihm an, wie er um jeden Ton ringt, aber nicht, weil die Technik ihn im Stich lassen würde, sondern weil er in jedem Moment den richtigen Ausdruck, die in diesem Fall perfekte Umsetzung barocker Affekte, zu treffen sucht – und bei dieser intelligenten Herangehensweise auch immer trifft. Faszinierend, wie er sich mit Johann Michael Bachs düsterer Trauerkantate "Ach, wie sehnlich wart’ ich der Zeit" auseinandersetzt, um danach in "Auf, lasst uns den Herren loben" schier grenzenlos zu jubilieren.“ (OÖN)

Aber auch die jungen Künstler der Bruckner Uni wussten zu überzeugen: „Fein auch die vierstimmigen Arien "Weint nicht um meinen Tod" und "Nun ist alles überwunden" von Johann Bach, dem Bruder von Johann Sebastians Großvater, die das Gesangsquartett der Bruckneruni gekonnt intonierten.“

Michael Wruss resümierte den Abend treffend: „Ein nicht nur vom Programm her außergewöhnliches Konzert.“



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