Minoritenkirche


Informationen:

Von der Landstraße kommend, empfängt der Kirchenbau mit seiner lang gestreckten, an der Klosterstraße verlaufenden Langhausfront die Besucher. Sie ist zugleich Schauseite, von hier eröffnet das Portal den Kirchenraum. Im Osten des dreigeschossigen Fassadenaufbaus ragt der Turm zwei Geschosse über dem Bau empor. Bereits 1288 wird an dieser Stelle ein Kirchenbau der Minoriten erwähnt. Der heutige Bau wurde vom Linzer Baumeister Johann Matthias Krinner 1751 bis 1758 errichtet. Die Minoriten wurden von Franz von Assisi zu Beginn des 13. Jahrhunderts gegründet. In Linz erlebte der Orden der sogenannten „minderen Brüder“, deren Mitglieder sich der Armut verp?ichteten, eine wechselvolle Geschichte. Den größten Einschnitt brachte die Reformation: 1551 verließen die Ordensbrüder den Linzer Konvent und kehrten erst 1669 wieder zurück. Zwischenzeitlich wurde die Kirche den Jesuiten überlassen, die hier ab 1602 Gottesdienste abhielten. Das an die Kirche angrenzende Kloster wurde bereits 1785 unter Joseph II. aufgehoben und zu einem Regierungsgebäude umfunktioniert. Heute befindet sich darin die OÖ. Landesregierung, die auch Eigentümerin der Kirche ist. Der Kirchenraum zeigt sich als einheitliches Gesamtkunstwerk aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Sein Ausbau wurde von den Ständen gefördert: Johann Martin Schmidt, der berühmte Kremser Schmidt, erhielt den Auftrag, vier Seitenaltarbilder für die Kirche zu malen. Besonders meisterhaft fährt er den Betrachtern im Altarbild des Kreuzaltars die Todesstunde Christi am Kreuz vor Augen. Von Bartolomeo Altomonte stammt das Hochaltarbild „Maria Verkündigung“. Für den Stuck und die Altarentwürfe zeichnet der Linzer Stuckateur Kaspar Modler verantwortlich. 2009 wurde der Altarraum von Herbert Friedl gemäß den Impulsen der Liturgiereform des Zweiten Vatikanischen Konzils neu ausgestattet. Im selben Jahr wurde auch eine Orgel errichtet. Die Minoritenkirche präsentiert sich als geistlich und kulturell einladender Ort mit einem regen Konzertleben. Das Kirchenrektorat hat die St. Petrus-Bruderschaft inne, der die Kirche als Gottesdienstraum zugewiesen ist.

Quelle: Österreichische Kunsttopographie, Band XXXVI „Die Linzer Kirchen“, HG.: Stadt Linz und Institut für Österreichische Kunstforschung des Bundesdenkmalamtes, 2009.


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Adresse:

Klosterstraße 7
AT - 4020 Linz

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