Ursulinenkirche


Informationen:

Ein Ort, an dem Frauen nicht nur geistliche Nahrung, sondern auch ein Bildungs-Rüstzeug für ihr Leben erhielten, war die Ursulinenschule in Linz. 1679 kamen die ersten Ursulinen aus Wien hierher. Ihre Ansiedlung erfolgte nicht ohne Widerstand der Stände, die zusätzliche finanzielle Belastungen befürchteten – wurde doch erst kurz zuvor die Stadtpfarrkirche neu gebaut. Nachdem die erste, mit dem Kloster um 1680 errichtete Kirche bereits schadhaft war, entschlossen sich die Ursulinen zu einem Neubau an der Landstraße, der 1757 geweiht werden konnte. 1772 wurde der Bau in seiner heutigen Gestalt fertiggestellt. Der Kirchenraum eröffnet sich als einschiffiger Saal mit geradem Chorabschluss. Die Ausstattung ist programmatisch auf die Ordensgründerin Angela von Merici und die Ordensheilige, die Heilige Ursula, ausgerichtet. Die Präsenz auf dem Hochaltarbild überließen die Ordensschwestern zur Mitte des 18. Jahrhunderts dem Heiligen Michael als Kirchenpatron. Martino Altomonte malte ihn als geflügelten Bezwinger der bösen Mächte inmitten der neun Engelschöre. An der Ausstattung war unter anderem auch sein Sohn, Bartolomeo Altomonte, maßgeblich beteiligt. Die Tochter und Schwester, Euphrosyna Altomonte, trat in das Kloster der Ursulinen ein und ist in der Krypta der Kirche begraben. Nachdem die Ursulinen Ende der 1960er Jahre Schule und Kirche verlassen hatten, wurde das Klostergebäude vom Land Oberösterreich und die Kirche von der Diözese Linz übernommen. Die Ursulinenkirche ist seit mehr als zwanzig Jahren als Gemeindekirche des Forum St. Severin, des Kath. Akademikerverbandes der Diözese Linz, in Gottesdiensten, Konzerten und künstlerischen Projekten ein Begegnungsort für Künstler und Intellektuelle. Zusammen mit dem Landeskulturzentrum Ursulinenhof und dem O.K., dem Offenen KulturhausOberösterreich, bildet die Ursulinenkirche seit 2008 das OÖ Kulturquartier. Die historischeHauptorgel der Ursulinenkirche wurde 1876 vom Braunauer Orgelbauer Franz Sal. Ehrlicherbaut. Sie ist eines der wenigen hochwertigen und im ursprünglichen Zustand erhaltenen Instrumente aus der Zeit Anton Bruckners in Oberösterreich.

Konzerteingang im Innenhof des Ursulinenhofs

Quelle: Kirchen in Linz, Hg. vom Dekanatssekretariat der Region Linz in Zusammenarbeit mit dem Kunstreferat der Diözese Linz, Redaktion: Christoph Freilinger, Martina Gelsinger, 2009..


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Landstraße 31
AT - 4020 Linz

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