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18. Dezember 2018

Stille Nacht, Heilige Nacht


Eine alte Druckerpresse am Steyrer Grünmarkt war der Ausgangspunkt für die Verbreitung des heute weltbekannten Weihnachtsliedes „Stille Nacht! Heilige Nacht!“. Als der Besitzer der Druckerei die Zeilen im Jahr 1821 in den Bleiblock setzte wusste er noch nicht, dass diese Melodie später in über 300 Sprachen und Dialekte übersetzt werden sollte. Rasch verbreiteten sich Text und Melodie im deutschsprachigen Raum, bei Katholiken ebenso wie bei Protestanten. Im 20. Jahrhundert machte es dann – nicht zuletzt durch die Popularisierung während des Ersten Weltkrieges – als Friedenslied weltweit Furore. Heute wird es in über 300 Sprachen und Dialekten gesungen. Diese enorme Bekanntheit verdankt das Lied auch den Sängerfamilien Rainer und Strasser aus dem Zillertal, die es auf ausgedehnten Reisen in ganz Europa verbreiteten. Heute existiert ein reicher Schatz von Bearbeitungen aus aller Welt.

Am Vierten Adventsonntag, den 23. Dezember verzaubert der Kammerchor Perg mit Interpretationen der weihnachtlichen Friedensbotschaft von Korea bis Großbritannien. Das textlich und musikalisch schlichte, zweistimmige Lied mit Gitarrenbegleitung hat immer wieder zur Bearbeitung herausgefordert, klassische Komponisten, Popmusiker und Jazzer. Einen kleinen Querschnitt bringen die lautmaler zu Gehör. Im Mittelteil des Konzerts wird die Oberndorfer Stille-Nacht-Messe von Hans Klier dargeboten. 1950 hatte er diese Pastoralmesse, in der Motive alter Weihnachts- und Krippenlieder anklingen, darunter eben auch „Stille Nacht“, komponiert. Die Soli übernehmen vier der sechs neu ausgewählten Mitglieder des OÖ. Opernstudios.




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