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13. Mai 2019

Berühmter als Bach


Gottfried Heinrich Stölzel (1690-1749) war einer der produktivsten Komponisten seiner Zeit. Doch heute gilt über die Hälfte seines viele hundert Werke umfassenden Oeuvres als verschollen, weil sich in Gotha, wo Stölzel 30 Jahre lang als Hofkapellmeister wirkte, seinerzeit niemand für den Erhalt der Partituren zuständig fühlte.
Glücklicherweise war der gothaische Hofkapellmeister Gottfried Heinrich Stölzel am Sondershausener Hof so beliebt und vom Fürsten Günther I. so verehrt worden, dass die meisten seiner Werke zum Kopieren dorthin geschickt wurden. Denn im Gegensatz zur Hauptwirkungsstätte Gotha ist der in Sondershausen archivierte Werkbestand in seinen wesentlichen Teilen erhalten geblieben und stellt heute die quantitativ reichste Kollektion mit stölzelschen Kompositionen dar. Aus diesem Bestand sind auch die sechs Kantaten zum Pfingstfest, die bei musica sacra linz am 25. Mai erstmals in Österreich aufgeführt werden. Reichhaltig instrumentiert fanden sie schon damals unter Zeitgenossen großes Entzücken, wie uns der Komponist Ernst Ludwig Gerber in seinem „Tonkünstlerlexikon" von 1792 aufschlussreich berichtet.
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