KÜNSTLER

Jan Petryka


Geboren in Warschau, studierte Jan Petryka zunächst Violoncello in Linz und Graz. Seinem ersten Gesangsunterricht bei Gertrud Schulz in Linz folgten Studien an der Universität f. Musik und darstellende Kunst Wien bei Rotraud Hansmann in Sologesang, Musikdramatischer Darstellung bei Didier v. Orlowsky/Uwe Theimer, sowie bei KS Marjana Lipovšek in Lied und Oratorium, die er mit Auszeichnung abschloss. Der lyrische Tenor hat sich auf dem Gebiet sakraler Musik von franko-flämischer Vokalpolyphonie, über Bachs Kantatenwerk, Oratorien der Wiener Klassik und Romantik, bis hin zu zeitgenössischen Kompositionen ein breit gefächertes Repertoire erarbeitet. Bei den OÖ.Stiftskonzerten war der Tenor in der 2.Symphonie von A. Schnittke unter der Leitung von Dennis Russell Davies zu hören. Mit Erwin Ortner und dem Arnold Schoenberg Chor sang er im Musikverein den Tenor im Soloquartett in Franz Schmidts "Buch mit sieben Siegeln". Im Mai 2012 gab Jan Petryka sein Debüt im Wiener Konzerthaus in Schuberts "Alfonso und Estrella" mit dem Mozarteum Orchester Salzburg, unter der Leitung von Ivor Bolton. Im Juni und Juli debütierte er sehr erfolgreich bei der Styriarte (im Grazer Stefaniensaal, mit Erwin Ortner, dem Arnold Schoenberg Chor und Pierre Laurent Aimard), beim Stimmen.Festival.Freistadt (mit Roger Vignoles), und beim Festival Cully Classique /Schweiz (mit Helmut Deutsch). Jan Petryka kann bereits einige Rundfunk- und CD-Aufnahmen vorweisen: mit Erwin Ortner und dem ASC die Vokalwerke von Anton Bruckner und Felix Mendelssohn-Bartholdy (ASC Edition), mit Manfred Huss und der Haydn Sinfonietta Wien die von der Schallplattenkritik gefeierte Erstaufnahme von J. Haydns Marionettenoper "Philemon und Baucis"(BIS 2009). Die Ersteinspielung von Franz Schuberts Opernfragment "Adrast" (erschienen 2012 beim Verlag der ÖAW), wo Jan Petryka in der Titelpartie zu hören ist, wurde für den Ö1 Pasticcio-Preis ausgewählt. 2012 und 2013 bestritt Jan Petryka eine Matthäuspassion-Tournee mit der Wiener Akademie unter Martin Haselböck, reiste mit dem Bach Consort Wien zu den Händelfestspielen in Halle/Saale, und mit dem Ensemble Cinquecento Renaissance Vokal nach Österreich und Belgien. Beim Wiener Festival Osterklang 2013 sang Petryka die Tenor-Arien in der Matthäus-Passion. Mit den Musiciens du Louvre unter Marc Minkowski absolvierte er eine Konzerttournee. Im Theater an der Wien gastierte er 2014 – im Rahmen der Lazarus-Dramatisierung von Claus Guth – mit dem Tenorsolo in Schuberts Nachthelle (D892).

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